Folgende Daten stehen dir für das kommende Geschäftsjahr zur Verfügung:
Personalbezogene Daten pro Monteur und Jahr:
* Bruttolohn: 3.800 € pro Monat
* Gesetzliche Sozialabgaben (Arbeitgeberanteil): 21 % des Bruttolohns
* Urlaubstage: 30 Tage
* Feiertage: 10 Tage (durchschnittlich pro Jahr und Monteur)
* Krankheitstage: 8 Tage (durchschnittlich pro Jahr und Monteur)
* Fortbildungstage: 5 Tage
* Sonstige Fehlzeiten (z.B. Betriebsausflug, unproduktive Zeiten auf Baustelle): 7 Tage
Betriebliche Gemeinkosten:
* Miete für Werkstatt und Büro: 2.500 € pro Monat
* AfA für Fuhrpark und Maschinen: 1.500 € pro Monat
* Büromaterial und Softwarelizenzen: 300 € pro Monat
* Versicherungen (Betriebshaftpflicht, etc.): 400 € pro Monat
* Heizung, Strom, Wasser: 600 € pro Monat
* Kosten für Meister (Lohn, Sozialabgaben): 75.000 € pro Jahr
* Kosten für Bürokräfte (Lohn, Sozialabgaben): 80.000 € pro Jahr (für beide zusammen)
* Marketing und Akquise: 2.000 € pro Jahr
* Sonstige Verwaltungskosten: 1.000 € pro Jahr
Weitere Angaben:
* Arbeitstage pro Jahr: 260
* Tägliche Arbeitszeit: 8 Stunden
* Kalkulatorischer Unternehmerlohn (für dich als Inhaber): 50.000 € pro Jahr (für diese Kalkulation als fester Bestandteil der Gemeinkosten anzusehen)
* Kalkulatorisches Wagnis: 2 % der gesamten Selbstkosten (ohne Gewinn)
* Kalkulatorischer Gewinnzuschlag: 10 % der gesamten Selbstkosten (inklusive Wagnis)
Aufgabenstellung:
a) Ermittle die gesamte Anzahl der produktiven Stunden pro Monteur und Jahr.
b) Berechne die gesamten Einzelkosten des Lohns pro Monteur und Jahr. Berücksichtige dabei Bruttolohn und Sozialabgaben.
c) Berechne die Summe der jährlichen Gemeinkosten des Betriebs. Beziehe alle relevanten Positionen ein, inklusive der Kosten für Meister, Bürokräfte und kalkulatorischem Unternehmerlohn.
d) Ermittle den Zuschlagssatz für die Gemeinkosten in Prozent bezogen auf die gesamten Lohnkosten (Einzelkosten Lohn aller Monteure zusammen).
e) Kalkuliere den kostendeckenden Stundenverrechnungssatz pro Monteur und Stunde vor Berücksichtigung von Wagnis und Gewinn.
f) Berechne den vollständigen Stundenverrechnungssatz inklusive kalkulatorischem Wagnis und Gewinn.
g) Diskutiere kurz, welche betriebswirtschaftlichen Konsequenzen ein zu niedrig oder zu hoch kalkulierter Stundenverrechnungssatz für dein Unternehmen haben könnte.
Viel Spaß und Erfolg beim Lösen der Aufgabe.
Lösung mit Rechenweg und LaTeX-Formeln:
Die Kalkulation des Stundenverrechnungssatzes ist eine zentrale Aufgabe im Elektrotechnik-Handwerk, um die Wirtschaftlichkeit des Betriebs zu gewährleisten. Sie berücksichtigt alle direkten und indirekten Kosten sowie einen angemessenen Gewinn und Wagnis. Die folgenden Schritte führen zur Ermittlung eines marktgerechten und kostendeckenden Satzes.
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