Planung und Durchführung einer ersten komplexen Ausbildungseinheit fuer einen neuen Auszubildenden unter Beruecksichtigu

Kostenlose Übungsaufgaben zum Teil 4 - Ausbildung planen, vorbereiten, durchführen oder abschließen - Aufgaben und Lösungen – ideal zum lernen, üben und zur Vorbereitung auf Prüfungen.

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e-worker
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Planung und Durchführung einer ersten komplexen Ausbildungseinheit fuer einen neuen Auszubildenden unter Beruecksichtigu

Beitrag von e-worker »

Du bist der frischgebackene Elektromeister und in einem mittelstaendischen Elektrounternehmen fuer die Ausbildung zustaendig. Kuerzlich hat Max, ein neuer Auszubildender (16 Jahre alt), seine Ausbildung zum Elektroniker fuer Energie- und Gebaeudetechnik bei euch begonnen. Max ist motiviert, hat aber abgesehen von schulischen Grundlagen noch keinerlei praktische Erfahrungen im Handwerk. Dein Ziel ist es, ihn schnell und sicher in die betrieblichen Ablaeufe zu integrieren und ihm erste komplexe Fertigkeiten zu vermitteln.

Fuer den zweiten Monat der Ausbildung planst Du als erste umfassendere praktische Aufgabe die Installation einer einfachen Netzwerkverkabelung in einem neuen Buetrakt des Unternehmens. Es sollen fuenf Arbeitsplaetze mit Netzwerkkabeln und -dosen ausgestattet, ein Patchpanel installiert und die Verbindung zu einem Router hergestellt werden. Die Aufgabe erfordert praezises Arbeiten, das Verstaendnis von Schaltplaenen und die Einhaltung von Sicherheitsvorschriften.

Beantworte die folgenden Fragen ausbildungspraktisch und -paedagogisch fundiert:

1. Rechtliche Aspekte der Probezeit und des Jugendarbeitsschutzes:
Max befindet sich noch in der Probezeit.
a) Welche besonderen rechtlichen Rahmenbedingungen muessen in Bezug auf die Probezeit fuer Auszubildende allgemein beachtet werden?
b) Welche zusaetzlichen Schutzvorschriften des Jugendarbeitsschutzgesetzes (JArbSchG) sind fuer den 16-jaehrigen Max relevant, insbesondere im Hinblick auf Arbeitszeiten, Pausen und gefaehrliche Arbeiten bei dieser Installationstätigkeit?

2. Formulierung eines Lernziels:
Formuliere ein konkretes, operationalisiertes Lernziel fuer die geplante Ausbildungseinheit zur Netzwerkverkabelung, das Du nach der SMART-Methode entwickelt hast.

3. Methodenwahl und Begruendung:
Waehle und begruende zwei geeignete Ausbildungsmethoden fuer die Durchfuehrung dieser Einheit mit Max. Beschreibe kurz, wie Du diese Methoden praxisnah einsetzen wuerdest, um Max die Inhalte zu vermitteln.

4. Zeit- und Kostenplanung der Ausbildungseinheit:
Gehe davon aus, dass Max im ersten Ausbildungsjahr ein monatliches Bruttogehalt von 900 Euro erhaelt. Die Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung betragen zusaetzlich etwa 21 Prozent des Bruttogehalts. Ein Ausbildungsmonat hat durchschnittlich 160 Arbeitsstunden.

a) Schaetze den reinen Arbeitszeitaufwand (ohne Pausen und theoretische Einfuehrung) fuer Max zur praktischen Durchfuehrung der Netzwerkverkabelung auf einer Baustelle.
b) Nenne die fuenf wichtigsten Materialien und fuenf wichtigsten Werkzeuge, die Max fuer diese Aufgabe benoetigt.
c) Berechne die ungefaehren Personalkosten pro Arbeitsstunde fuer Max.
d) Berechne die ungefaehren Kosten, die allein durch Max' Arbeitszeit fuer diese Ausbildungseinheit entstehen.

5. Umgang mit Fehlern und paedagogische Massnahmen:
Max macht waehrend der Installation anfangs wiederholt Fehler beim Abmanteln der Kabel und der Belegung der Netzwerkkabeldosen. Wie reagierst Du in dieser Situation paedagogisch sinnvoll und welche konkreten Massnahmen ergreifst Du, um Max zu unterstuetzen und seine Lernfortschritte zu sichern?

Viel Spass und Erfolg beim Loesen der Aufgabe!
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zackiger
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Re: Planung und Durchführung einer ersten komplexen Ausbildungseinheit fuer einen neuen Auszubildenden unter Beruecksich

Beitrag von zackiger »

Hier meine Lösung für die Übungsaufgabe:
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Strippendomteur
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Re: Planung und Durchführung einer ersten komplexen Ausbildungseinheit fuer einen neuen Auszubildenden unter Beruecksich

Beitrag von Strippendomteur »

Kuerzlich hat Max, ein neuer Auszubildender (16 Jahre alt), seine Ausbildung zum Elektroniker fuer Energie- und Gebaeudetechnik bei euch begonnen. Max ist motiviert, hat aber abgesehen von schulischen Grundlagen noch keinerlei praktische Erfahrungen im Handwerk. Dein Ziel ist es, ihn schnell und sicher in die betrieblichen Ablaeufe zu integrieren und ihm erste komplexe Fertigkeiten zu vermitteln.
Fuer den zweiten Monat der Ausbildung planst Du als erste umfassendere praktische Aufgabe die Installation einer einfachen Netzwerkverkabelung in einem neuen Buetrakt des Unternehmens.
Wenn man dazu mal was Allgemeines sagen darf? Ich habe mir nun mal die Lehr- und Ausbildungspläne für den Beruf angesehen, Informationstechnische Systeme bereitstellen ist mit 80 Std, also 2 Wochen am Ende oder im 2. Teil des 2. Monates schon geplant. Wo lernen eigentlich diese zukünftigen Handwerker die Grundlagen für die Arbeiten wie deren Anwendungen, doch nicht an einem praktischen Projekt, was bei einem Kunden noch dazu auf Abrechnung läuft? Davor wäre ja sowieso eine theoretische Ausbildung nötig, die finde ich im Lehrplan nicht einzeln, die muß aber vor der Praxis erfolgen, sonst begreift es der Azubi ja gar nicht. In der Schule wurde sowas ja auch nicht vermittelt, oder welche Arten von Kabeln und Verbindungen es gibt, was Verteiler sind wie solche Systeme überhaupt arbeiten, und und und. Wenn ich da zurück denke an meine Ausbildung, die ging auch schon ein 1/2 Jahr länger als die anderer HW-Berufe, das fing mit handwerklichen Übungen in der Lehrwerkstatt an, und war ehlendig trockener Stoff, wobei da noch mal Vieles der Metallbearbeitung wie Löten Bohren Feilen und Sägen bis zum Erbrechen geübt wurde. Das kann man doch nie und nimmer auf der Baustelle dem Azubi beibringen, bei der realen Arbeit, das macht doch kein AG mit. Solche Einsätze waren dann bei uns damals so ab dem 3. - 4. Lehrhalbjahr, wobei wir solche angeblich umfassenden Kenntnisse für die Baustelle niemals vermittelt bekamen, aber die Fehlersuche an realer Betriebstechnik war ohne Lehrmeister nie möglich. Das waren Lehrbaustellen wo nur wir Lehrlinge zu tun hatten, da waren Anfangs keine fertigen Facharbeiter dabei, das kam erst später, aber nicht im 2. Monat. Da braucht man sich nun auch nicht wundern warum die heutige Jugend nichts mehr kann, mit Theorie vollstopfen und die Grundlagen einfach mal weglassen oder voraussetzen, das kann ja nicht gehen, abgesehen davon was die Jugend heutzutage so von Haus aus kann oder will.
Wie will man denn am realen Projekt dem Azubi die Planung des ganzen abverlangen oder vermitteln, wenn man ihm schon die ausgearbeiteten Aufgaben und Materialien hinlegt? Wenn er das an dem Schema lernen soll, dann hat er bei einem andersartigen Projekt gar keinen Plan mehr, weil dann die Methodenkompetenz fehlt, die er ja eigentlich schulisch vermittelt bekommt. Und dass Lehrpläne mit der Praxis zusammen harmonieren oder terminlich ineinander greifen, wäre ja auch mal was Neues. Das eine ist die Aufgabe des Ausbilders und das andere ist die Methodik wie er das in dem Fall sinnvoll anbringt.
Als 1. wäre eine Bestandsaufnahme was der Azubi eigentlich fachlich und handwerklich kann, da müsste man ihm Fragen und Aufgaben stellen, aber nicht an einem realen Projekt, denn dann würde ja alles zusammenbrechen wenn er da versagt.
Und wie das Ganze in der Realität abläuft hat man schon einige Male erlebt, da ist kein Meister mit ADA-Schein am Werk, das machen irgendwelche alten Monteure, und die nach ihrem Plan, weil Ausbildung denen nicht liegt und dann meist im realen Einsatz mehr behindert als denen was bringt.
Da kann man den ganzen Vorgabenkram eigentlich mal schnell vergessen, grau ist alle Theorie und wird sie immer bleiben, und Meister heißt auch nur dass er bei der HWK den Kurs bestanden hat, ob er zur Ausbildung taugt sieht man dann am Ende bei den Lehrlingen ob die was geworden sind. Frisch gebackener HW-Meister, also sowas um die 27 bis 30 Jahre? Stur nach Vorschrift wird das sowieso nichts, und ein Frischling als Mstr. mit einem Azubi stell ich mir auch nicht einfach vor.
Und so soll das in der Realität ablaufen? Dann haben wir ja die Erklärung dafür dass keiner mehr im HW arbeiten will, und die welche es trotzdem tun können meist nichts.
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